Nach Gehör spielen lernen – Songs strukturiert transkribieren
Transkribieren ist eine der wichtigsten Fähigkeiten für Musiker: du erwirbst damit ein Vokabular aus den Wendungen der Meister. Was früher die Tonband-Maschine mit „Amazing Slow Downer“ war, ersetzt heute ein Tool im Browser. loope verlangsamt den Song ohne Tonhöhenänderung, loopt den relevanten Abschnitt und lässt dich die Tonhöhe in Cent-Schritten feinjustieren – genug Präzision für jede Transkription.
So funktioniert’s
Song auswählen
Die Aufnahme reinziehen – z. B. ein Jazz-Solo, ein Streichquartett oder ein komplexer Pop-Produktionsmix.
Abschnitt isolieren
Markiere den Bereich, den du transkribieren willst (eine Phrase, ein Takt, ein Refrain).
Verlangsamen und loopen
50 % oder 33 % Tempo + Loop = du kannst die Stelle so oft anhören wie nötig, ohne zurückzuspulen.
Funktionen
Präzise Tonhöhen-Referenz
Fine-Tune in Cent-Schritten hilft, wenn die Aufnahme leicht verstimmt ist (ältere Live-Mitschnitte!).
Loop + Time-Stretch gleichzeitig
Beides zusammen ist das ideale Werkzeug zum Ohrentraining.
Transponieren für Instrumente
B-Saxophonist:in kann den Song zwei Halbtöne tiefer hören, um in der eigenen Notation zu denken.
Schneller Workflow
Keine App-Installation, kein Export-Render nach jedem Tempo-Tweak.
Kostenlos für Schüler, Studierende und Profis
Kein Feature-Gating, kein Zeitlimit.
Funktioniert auf dem Tablet
iPad + Safari + Kopfhörer = mobiles Transkriptions-Studio.
Wofür nutzen Musiker das Tool?
Jazz-Solo transkribieren
Chorus für Chorus, Phrase für Phrase – mit Loop und 50 % Tempo wird die Improvisation lesbar.
Klassische Werke nachvollziehen
Chopin-Etüden oder Bach-Partiten analysieren, Stimmführung bei reduziertem Tempo klar nachvollziehen.
Akkorde in Songs identifizieren
Wenn du Pop- oder Jazz-Songs aufschreiben willst, erkennst du bei halbem Tempo leichter den Bass-Ton und die Voicings.
Gesangsverzierungen kopieren
Melismen, Scat-Linien und Mikro-Intonationen von R&B- und Soul-Sänger:innen Schritt für Schritt kopieren.
Häufige Fragen
1) Abschnitt isolieren (A/B), 2) bei 100 % Tempo mehrmals hören, 3) auf 50 % reduzieren und einzelne Töne identifizieren, 4) falls nötig auf 25 % für schwierige Mikro-Passagen, 5) am eigenen Instrument nachspielen.
Nein, loope ist reines Anhör-Tool. Die Noten notierst du separat (Stift + Papier, MuseScore, Dorico, Sibelius, …).
Ja – die Marker werden in Millisekunden angezeigt und lassen sich feinjustieren.
Ja. Transkribieren ist die effektivste Gehörbildungsübung überhaupt – du trainierst Intervalle, Harmonik, Rhythmus und Timbre gleichzeitig.
Absolut. Schüler:innen brauchen nur einen Browser und das Audio-File – keine Installation, keine Konten.